Edda

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Bei der Edda handelt es sich um die aus dem 13. Jahrhundert überlieferte Götter- und Heldendichtung, die auf Island niedergeschrieben wurde. Hierbei wird vor allem für die Werke des Historikers Snorri Sturluson (Snorri) der Begriff benutzt, der die sogenannte Snorra Edda 1220 in einem unfangreichen Werk über Mythen und Dichtkunst verfasste. Das Werk ist in Prosa gehalten und wird auch häufig als jüngere Edda bezeichnet.

Im Jahr 1643 wurde eine Handschrift gefunden, die Codex Regius genannt wurde und in dem sich mehrere Texte befinden, die Snorri zitierte. Diese wurde auch die ältere Edda genannt. Später jedoch wurden noch mehr Schriften gefunden, die inhaltlich und formal den bislang bekannten Texten ähneln. Nach Definition des Edda-Forschers K. Schier wird mit Edda somit gemeint: Lieder von der Art, wie sie sich im Codex Regius finden. (Stange, 398)

Die deutsche Übersetzung von Karl Simrock gilt als die wichtigste für den deutschen Sprachraum. Das Werk erschien 1851. Die Ausgaben der Lieder-Edda weichen in den Reihenfolgen und Auswahlen teilweise stark voneinander ab. Jedoch stimmen sie darin überein, dass die Götterlieder der Lieder-Edda den ersten Teil einstimmt, wobei die Völuspa das Eingangsgedicht ist. Der Götterdichtung folgt die Spruchweisheit, die Heldengesänge schließen die Lieder-Edda ab.

Inhaltsverzeichnis

Quelle

  • Stange, Manfred (Hg.): Die Edda. Götterlieder, Heldenlieder und Spruchweisheiten der Germanen. Vollständige Text-Ausgabe in der Übersetzung von Karl Simrock. Überarbeitete Neuausgabe mit Nachwort und Register von Manfred Stange. Aktualisierte Neuauflage. Wiesbaden: Marixverlag, 2004.
  • Häny, Arthur (Übers.): Die Edda. Götter- und Heldenlieder der Germanen. 6. Auflage. München: Manesse-Verlag, 2003.
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