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Zum Ende der Seite springen Das Treffen der Richs
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Ansger
unregistriert
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Er hörte zu als Lindhart sein Wort an Leif richtete, der wiederum auf ähnliche Weise antwortete wie auch schon Ansger selbst. Auch wenn er das Bedürfnis gehabt hatte etwas zu sagen, so hatte er doch gewartet. Es war wichtig, dass sie nicht vorschnell urteilten oder handelten. Das würde mehr Probleme herauf beschwören denn ihnen helfen. "Ich glaube das ist etwas falsch rüber gekommen. Ich für meinen Teil halte die Römer keinesfalls für ungefährlich und ich nehme mal an, dass Leif dies ähnlich sieht oder?" Er sah kurz zu Leif hin wie um seine Worte zu bestätigen. "Ich meine jedoch, dass sich die Gefahr für euch nicht in unvorhersehbaren Bahnen erhöht hat. Natürlich verstehe ich deine Bedenken, dass sie jetzt noch schneller hier wären. Aber ich gebe auch eines zu bedenken. Die Römer haben in unserem Land erhalten was sie wollten und zwar unser Land auch wenn das der Rest meines Volkes augenscheinlich nicht warhaben will." Die Götter allein wussten warum sie so dachten, aber das tat hier nichts zur Sache. "Hätten wir gekämpft, nun dann wären wir überrannt gewesen und nicht hier. Da sind wir uns vermutlich einig. Die Römer hätten ebenfalls erhalten was sie wollten. So oder so würden sie sich auf kurz oder lang nach dem nächsten Ziel umsehen. Das kann dein Dorf sein, aber es kann genauso gut jedes andere sein. Da wir uns jedoch nicht auf den Kampf eingelassen haben sind wir nun hier und du hast im Zweifelsfall noch weitere Männer, die den Römern nur zu gern einen Strich durch die Rechnung machen. Es wäre nicht das erste Mal, dass sie mit Mut und Kraft ihr Heim verteidigen würden." Abwartend sah er Lindhart an. "Ich verstehe die Frage die du stellst: was geschieht wenn die Römer erfahren dass wir hier sind? Wenn es euch hilft und ihr es wünscht werden wir gehen. Aber wir werden auch kämpfen und dein Dorf und dein Land verteidigen als wäre es das unsrige. Wir haben eine Heimat verloren weil wir von unserem Volk verraten wurden. Doch wir werden nicht unseren Freunden ihre Heimat stehlen indem wir sie verraten." Er sprach dies mit Überzeugung und er konnte sich sicher sein. Die Männer würden eher sterben als sich den Römern zu ergeben. Die Gefahr war groß, doch für sie war sie nicht größer als zuvor. Wie aber sah das für Lindharts Leute aus... Er sah zu Leif, wie um ihn aufzufordern auch etwas dazu zu sagen.
29.09.2009 18:12
Leif
Ampsivarier




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Er seufzte leise, denn das artete wieder in einen Kampf aus und des Kämpfens war er müde. Er sah den Rich lange an und sah Ansger an und zuckte dann mit den Schultern. "Es zwingt Dich niemand uns endgültig aufzunehmen," sagte er freundlich. "Sicher gibt es die Abmachung zwischen uns und Baldwini, aber wenn Du es wünschst, entbinde ich Dich von dieser. Ich verstehe Deine Bedenken und auch wenn ich die Römer bisher für uns Ampsivarier als unwichtig erachtet habe, wir hatten genug mit anderen Dingen zu tun, sehe ich doch, welche Zusammenhänge Du zu sehen vermeinst. Entsprechend steht es Dir offen uns die dauerhafte Aufnahme zu verweigern und wir werden gen Westen ziehen und uns eine Zukunft auf der Insel, die die Römer Britannica nennen, suchen. Dort im Norden gibt es noch gutes Land und keine Römer, wie ich bei einem Besuch vor einigen Jahren feststellen durfte. Es sollte sich ein Platz für uns finden." Auch wenn es wieder eine lange, entbehrungsreiche Reise bedeuten würde, aber die Gruppe würde es verstehen und nachdem sie hier ein wenig Kraft tanken konnte auch durchaus mitmachen, da war er sicher.

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29.09.2009 19:36 Leif ist offline E-Mail an Leif senden Homepage von Leif Beiträge von Leif suchen Nehmen Sie Leif in Ihre Freundesliste auf
Lindhart
unregistriert
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Ich setzte mich aufrecht und verschränkte die Arme vor der Brust. „Mein Wort gilt!“, sagte ich, mit eindeutigem Tonfall. Wir drehten uns wirklich im Kreis. Die Positionen war klar, die Befürchtungen und Meinungen auch. Ob das Risiko für meine Leute großer war als zuvor, war es allerdings nicht. Das war ein Punkt, der besprochen werden musste, allerdings nicht mit diesen beiden. Das mussten die Chatten entscheiden. Entsprechend war dieser Punkt jetzt für mich erledigt.

„Reden wir mal über die Versorgung. Unsere Ernten waren gut in den letzten Jahren. Allerdings nicht so gut, dass wir 100 Menschen mehr auf einen Schlag damit zusätzlich ernähren könnten. Das gilt natürlich auch für unser Vieh. Wir haben zwar die Anbaufläche, aber nichts wird darauf angebaut. Die entsprechende Ernte könnte also erst im nächsten Jahr eingefahren werden.“
02.10.2009 09:46
Leif
Ampsivarier




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Leif zuckte nur leicht die Schulter und nickte schließlich, lehnte sich wieder etwas zurück und betrachtete Ansger und den Rich. "Wir haben sowohl Saatgut als auch Nahrungsmittel dabei, die zumindest unsere Bedürfnisse über mehrere Monate abdecken. Die Wagen sind zur Hälfte mit Emmer und Dinkel gefüllt, Du hast gesehen, das wir Vieh mit uns führen und wir haben im Zweifel einige gute Jäger in meiner Gruppe. Des Weiteren habe ich gesehen, dass hier ein Fluß ist, zugegeben nicht so groß wie der wo wir herkommen, aber mir erscheint der Eindruck gegeben, dass er dennoch fischreich ist, womit ich Dir ebenfalls einige gute Fischer anbieten kann. Reusenbau und Fischen ist in meiner Heimat ein wichtiger Bestandteil der Ernährungsgarantie gewesen. Du sprachst, dass es Händler bei Euch gibt. Wie ist es in diesem Jahr? Werden noch welche erwartet? Wenn ja, geben wir gerne unseren Teil dazu um Nahrungsmittel einzutauschen. Wenn die Händler gen Süden ziehen, werden sie einige der Dinge, die wir sicherheitshalber mitgenommen haben um uns im Zweifel eine Schiffspassage zu leisten, durchaus zu schätzen wissen."

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02.10.2009 10:28 Leif ist offline E-Mail an Leif senden Homepage von Leif Beiträge von Leif suchen Nehmen Sie Leif in Ihre Freundesliste auf
Lindhart
unregistriert
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„Problematisch wird aber die Vieversorgung werden. Erkläre mal einer chattischen Mutter, dass ihr Kind hungern muss, damit ein ampsivarisches Tier essen kann. Das gibt Probleme. Mit dem Vieh müsst ihr euch etwas überlegen.
Wir haben also Saatgut und Getreide für 50 Leute, für einige Monate. Jetzt haben wir aber noch weiter 50 Leute. Wie fänden es die Ampsivarier, wenn sie ihre Nahrung auch mit den Hermunduren teilen müssen?

Wir können nicht ständig jagen und fischen. Unsere Reusen sind schon im Einsatz, unsere Jäger in den Wäldern. Wir müssen jetzt mehr Fleisch essen als früher, weil wir es nicht anders schaffen könnten. Das wird viel Arbeit. Denn die sonstige Arbeit bleibt liegen. Und jagen und Fischen ist noch nie so erfolgreich gewesen, dass es für alle reicht, reichen kann. Irgendwann sind die Monate um, in denen Getreide vorhanden war.
Als ich von eurem Zug hierher hörte, schickte ich einen Boten nach einem Händler aus. Einige Wochen vor eure Ankunft war erst ein Händler hier.“
04.10.2009 23:46
Leif
Ampsivarier




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Er nickte bestätigend und meinte dann: "Ja, es ist mehr Arbeit da, aber es sind auch mehr Hände da, die es schaffen können." Er sah kurz zu Ansger, um zu sehen, ob dieser eventuell auch etwas sagen wollte. "Unsere Getreidevorräte, abzüglich der Saat für ein neues Jahr, reicht für meine Leute bis ins späte Frühjahr. Auch wenn eine Scheune abbrannte, so haben wir doch ein gutes Jahr gehabt - trotz der Störungen der Chauken - und konnten gute Ernten einfahren. Auch mussten wir bereits vor unserem Aufbruch weniger Menschen damit versorgen." Ein Schatten legte sich über sein Gesicht, aber lange war er nicht zu sehen, denn er konzentrierte sich auf das hier und jetzt. "Du sagst, 50 Mannen sind bei den Hermunduren?" Er sah von Lindhart zu Ansger um sich zu vergewissern, ob er die richtige Zahl vernommen hatte. "Ohne jetzt eine absolute Garantie über die Zahlen geben zu können - und in Erwartung, dass die Hermunduren auch noch etwas Selbstversorgung da haben - schätze ich, dass wir sie ohne Einschränkungen zwei Monate mit versorgen können. Mit Einschränkungen und eventuellen Zusätzen aus der Natur - noch gibt es genug zu finden, Nüsse, Eicheln, Kräuter etc. - auch drei bis vier. Wenn auch Ihr etwas dazu beizutragen habt, dann werden wir alle bis zum Frühjahr, wenn die ersten Dinge wieder werden geerntet werden können durchhalten, zur Not auch ohne Händler, der Waren bringen muss. Mit Händler würde die Situation natürlich entspannter aussehen und wie ich schon erwähnte, so sind wir durchaus bereit mit Dingen zu tauschen, die er nicht nur nicht wird ablehnen können, sondern nach denen er sich für die Römer reißen wird."

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05.10.2009 13:42 Leif ist offline E-Mail an Leif senden Homepage von Leif Beiträge von Leif suchen Nehmen Sie Leif in Ihre Freundesliste auf
Ansger
unregistriert
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Er hörte den beiden zu und während sie sprachen legte sich eine feste Hand um seinen Magen. Hier würden sie nicht mithalten können. Sie hatten zwar einige Lebensmittel mitnehmen können, jedoch war das eher weniger denn mehr gewesen. Ihre ehemaligen Landsleute hatten sie vertrieben und das im großen und ganzen noch fast Hals über Kopf. Gut das war jetzt vielleicht etwas übertrieben, sich an den Vorräten bedienen durften sie jedoch nur noch kaum. Dennoch hatten sie versucht gehabt soviel wie irgend möglich mitzunehmen.

Ansger hörte weiter zu wie die beiden Männer über mögliche Lösungen sprachen. Zwischendurch warf Leif ihm auch einen Blick zu wie um Zustimmung zu seinen bisherigen Worten zu erhalten. So nickte er denn auch als es um die Frage ging, wie viele Hermunduren sich derzeit hier bei Lindhart im Dorf befanden.

Dann jedoch war es wohl an ihm seine Meinung zu diesem Thema kund zu tun: "Nun ich muss sagen, so gut wie du und dein Volk Leif sind wir nicht aufgestellt. Wir wurden wie ihr vertrieben, hatten jedoch keine Möglichkeit uns große Vorräte mitzunehmen. Die Ernte war auch unabhängig davon mehr schlecht als recht. Wir haben ein paar Säcke Getreide mitnehmen können und auch etwas Saatgut. Sehr viel ist es nicht, es reicht vielleicht für ein Acker. Auch etwas Vieh haben wir mitnehmen und wie du bei unserer Ankunft gesehen hast bis hierher mitführen können. Wie gesagt es ist nicht viel, doch wir sind bereit unseren Beitrag zu leisten." Er machte eine kurze Pause. Es war nicht viel was sie anbieten konnten, doch er wollte es zumindest versuchen. "Arbeiten können wir und sind gern dazu bereit. Ich denke das haben wir auch in den letzten Tagen schon gezeigt und werden auch in den nächsten Wochen nur zu gern unsere Kräfte einsetzen um uns alle - und damit meine ich nicht nur die Hermunduren - " er sah Lindhart und sowohl Leif im Anschluss kurz an um zu zeigen, dass er alle drei Völker zusammen meinte. "weiter zu helfen und voran zu bringen. Wir haben einige gute Jäger und auch Bauern unter uns und können euch hier sehr gut bei der Jagd und selbstverständlich auch bei der Aussaat usw. unterstützen. Das sind jedoch nur bedingt auch kurzfristige Lösungen. Wie auch die Ampsivarier haben wir einige gute Gegenstände, die sich sehr gut eintauschen lassen insbesondere auch für Lebensmittel.
12.10.2009 13:45
Lindhart
unregistriert
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Mir ging dieser Gedanke mit dem Beutezug noch einmal durch den Kopf. Auch ein Angriff gegen die Chauken war mir jetzt in den Sinn gekommen. Ich hatte die Ampsivarier hier und die Hermunduren, mit ihnen zusammen könnten wir bei den Chauken einfallen, sie vernichten und die Ampsivarier dort wieder siedeln lassen. Das war zumindest eine Idee, die ich weiter im Hinterkopf behalten wollte. Ein Beutezug zu den Römern war hingegen eine Idee, die mir auch ganz gut gefiel. Man könnte viele Dinge damit zugleich erledigen. Meine Männer wäre sicherlich nicht abgeneigt, bei den Römern einzufallen und sie auszuplündern. Unsere Gäste könnten sich beweisen und deutlich machen, dass sie nicht mit den Römern unter einer Decke steckten; wir gingen mit einer hohen Beute wieder nach Hause und mit einem gewissen Ruhm, die Römer geplündert zu haben. Riskant war es eigentlich nur, weil wir befürchten müssten, dass es zu einer Vergeltung käme. Das aber konnte ich mir nur schwer vorstellen, da es seit längerem nicht mehr dazu gekommen war. Das würde ich im Auge behalten und es auf einem Thing besprechen.
„Die Ampsivarier könnten also die Hermunduren ungefähr 2 Monate mitversorgen. Zusammen mit dem, was wir haben, mit dem was die Hermunduren haben, was wir kaufen, fischen und jagen können, könnte man also von knapp 8 Monaten ausgehen, vielleicht auch neun. Das wird euch einiges an Opferbereitschaft kosten. Ich kann nur schwer einem meiner Krieger erklären, dass er sein wertvolles Vieh schlachten muss, um die anderen zu ernähren. Das wird also erst von euch kommen müssen. Was wir auf jeden Fall nicht mehr machen können ist Bier brauen. Dafür sind die Rohstoffe einfach zu kostbar.“
16.10.2009 20:59
Leif
Ampsivarier




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Er hörte sich die Ausführungen der Männer an und nickte schließlich nur noch. Viel mehr war nicht zu sagen. Ja gut, Bier würde hier und da ein Problem, aber herrjeh, lieber nicht verhungern als nicht besoffen sein. Immerhin gabs genug Argumente dafür. Auch wenn es einige Leute schwer haben würden damit. Dennoch nickte er abschließend bestätigend, hielt sich aber mit weiteren Kommentaren zurück, da er nicht viel mehr dazu jetzt noch sagen konnte und wollte. Eine Frage war wohl noch die Koordination, aber die würde wohl einer der Chatten aufs Auge gedrückt bekommen.

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17.10.2009 11:58 Leif ist offline E-Mail an Leif senden Homepage von Leif Beiträge von Leif suchen Nehmen Sie Leif in Ihre Freundesliste auf
Ansger
unregistriert
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Das es nicht einfach, sondern eher schwer werden würde, dass war ihnen wohl allen klar - nicht nur den Männern hier im Raum sondern auch draußen im Dorf. Dennoch, Ansger war der Meinung, dass die "Probleme" durchaus zu schaffen waren. "Wir sind gern bereit unser Vieh mit zur Verfügung zu stellen, wie auch unsere Arbeitskraft um alles zu schaffen. Ich denke in den vergangenen Wochen haben wir auch bereits gezeigt, dass wir bereit sind mit anzupacken und ich denke bei Leif und seinen Männern wird das nicht anders sein. Damit haben zumindest eine gute Grundlage um die schwierigen Monate zu überstehen."
02.11.2009 12:47
Lindhart
unregistriert
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Etwas kritisch muss ich Ansger dann doch ansehen, aufgrund seiner Bemerkung. Mir fiel ihr Erscheinen vor unserem Dorf auf und vor allem dieser kleine Zwischenfall mit einem seiner Leute. Entsprechend brummig wurde dann auch meine Stimme. „Ob diese Einstellung allerdings für alle Hermunduren gilt wird sich noch zeigen. Mir fällt da nur das damalige Verhalten von diesem Tjaard ein.“ Über das Verhalten von Aleke und den anderen Hermunduren sprach ich jetzt vorerst nicht. Aleke hingegen schien das genaue Gegenteil zu sein. Mir ihr konnte ich ungezwungen sprechen und mich auch so verhalten. Es war angenehm mit ihr. Und das galt auch für die meisten der Hermunduren. Sie machten einen engagierten Eindruck und das war mir wichtig.
05.11.2009 12:45
Ansger
unregistriert
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Er sah den Blick, den er von Lindhart für seine Worte erhielt. Unweigerlich überkam ihn das Gefühl, dass man es diesem Rich überhaupt nicht recht machen konnte, egal was man tat oder sagte. "Nun er ist nur ein Mann und kaum derjenige, der für uns alle spricht." Nun war es an ihm Lindhart unverwandt anzusehen. Es gefiel ihm nicht, dass er die Worte, die vor Wochen gesprochen worden waren und die offensichtlich nicht die seinen gewesen waren noch seine Zustimmung hatten eventuell von Lindhart höher gewertet werden sollten. Schon damals hatte er deutlich gemacht, dass er diese Verhaltensweisen nicht gut hieß und das jene, die sich so verhielten auch damit rechnen mussten vor ihm Rechenschaft ablegen mussten.
06.11.2009 17:42
Lindhart
unregistriert
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„In dieser Hinsicht bin ich sehr nachtragend.“ Ich überlegte einen Moment, ob es wirklich nur in dieser Hinsicht war. Das dachte ich zwar eigentlich nicht von mir, aber ganz ehrlich, wie gut kannte man sich schon selbst. Man war schnell dabei es zu behaupten, aber man doch von sich selbst ein viel besseres Bild, als man sich eingestehen würde. Darum ging es jetzt hier nicht.

Ich trank einen Schluck und wechselte das Thema. Unter Leifs Leuten gab jemandem mit einem langen Bart. Die Tatsache, dass er Sugambrer war, machte ihn für meine Leute nicht unbedingt sympathisch. Im Punkt Unbeliebtheit kamen die Sugambrer gleich nach den Hermunduren- wenn überhaupt. Jetzt galt es zu prüfen, wie der Vertrag zwischen den Ampsivariern und Baldwini ausgesehen hatte. „Ich muss noch einmal auf den Vertrag zwischen Baldwini und den Ampsivariern eingehen, damit keine Missverständnisse aufkommen, wir über den gleichen Kenntnisstand verfügen und gegebenenfalls nachverhandel können." Ich machte eine kurze Pause und betrachtete flüchtig die hereingekommene Gerhilde, die den Tisch für das Essen vorbereitete. „Nach meinem Kenntnisstand gab es ein Abkommen mit Baldwini, das besagte, dass die Ampsivarier aufgenommen werden sollten.“ Was ich damit eigentlich sagen wollte, machte ich mit dem Druck meiner Stimme deutlich, mit dem ich Ampsivarier betont hatte. Es gibt ein Bündnis, die Ampsivarier aufzunehmen, nicht die Ampsivarier und deren Verbündete. Darüber musste jetzt gesprochen werden.

Zwar redeten wir nur von einem Mann, aber vielleicht handelte es sich auch um mehr als nur einen. Er war durch seinen Bart natürlich sehr auffällig und kam sofort in den Blick. Dass er Schmied war, machten ihn nicht sympathischer. Einen Schmied konnten wir zwar gebrauchen, weshalb ich ihm auch die Möglichkeit geben hatte sich vorerst eine Schmied einzurichten, jedoch brauchten wir ihn nicht um jeden Preis. Hinzukam noch, dass er sich mit Gerda scheinbar gut verstand, was mir sehr missviel, und auch mit Elfleda hatte ich ihn schon gesehen.
08.11.2009 21:33
Leif
Ampsivarier




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Er lauschte den Worten und betrachtete Lindhart, während sein Blick unergründlich und hart wurde. Er hatte schon verstanden, worum es ging, denn er hatte Augen und Ohren im Kopf. Aber dahingehend war er nicht bereit auch nur einen Deut zu weichen. "Ich bin mir des Abkommens bewusst," meinte er neutral aber mit einer Härte in der Stimme, die klar machte, wie er zu gewissen Dingen stand. "Allerdings hieß das Abkommen auch: die in der Gemeinschaft der Ampsivarier anerkannt und geachtet werden!" Sein Blick hielt den von Lindhart fest. "Da ich mir denken kann, worauf Du hinaus willst, kann ich wohl nur einmal mehr sagen, dass ich Dich gerne von jeglichem Abkommen befreien werde, so Du mit uns nicht zurecht zu kommen meinst. Der Schmied jedoch ist mehr als angesehen bei uns und demnach wird er mit uns bleiben oder mit uns gehen."

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17.11.2009 13:13 Leif ist offline E-Mail an Leif senden Homepage von Leif Beiträge von Leif suchen Nehmen Sie Leif in Ihre Freundesliste auf
Lindhart
unregistriert
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Neutral blickte ich erst auf Ansger, um zu sehen, ob er etwas dazu sagen wollte und dann anschließend wieder zu Leif. Es war deutlich, dass er für die Leute, die ihm unterstanden ein großes Risiko eingehen wollte. Vielleicht lag es daran, dass dieser Schmied nicht nur hochangesehen war, sondern auch gewisse Verantwortungen hatte, die nur er erfüllen konnte oder sogar in einer Verhältnis zu Leif Verwandten stand. Es war jedenfalls klar, dass er sehr sensibel auf diese Thema reagierte, zu sensibel. So sensibel, dass es nicht angebracht war und er aufpassen musste, dass mich nicht auf diese Art der Diskussionführung einließe. „Ich sehe also, dass wir zwei unterschiedliche Ausführungen von diesem Abkommen haben. Solche Dinge können leicht geschehen, da ich und auch keiner meiner Leute bei der Schließung dieses Abkommens anwesend waren. Darum spreche ich ja davon, dass wir nachverhandeln sollten und Dinge aus der Welt schaffen, die ungenau sind oder geklärt werden müssen. Eben, damit es nicht zu Problemen kommt. Darum sitzen wir hier.“

Wieder ging der Blick zu Ansger, denn es war klar, dass diese auch ihn betraf. Wir saßen hier um Probleme zu besprechen, damit ein Miteinander gewährleistet werden konnte. Ich war schon froh, dass ich nur eine Schar der Ampsivarier hier hatte und nicht die ursprüngliche Menge. Das war viel wert, auch wenn es sich durch die Menge an Hermunduren fast relativierte. Da kam es auf einen mehr letztlich nicht an. Aber die Götter schienen ein Spiel mit uns zu spielen. Denn es war klar, Ampsivarier wollten unsere Väter nicht aufnehmen, Hermunduren waren Gegner im Krieg gewesen und die Subambrer waren es auch, wobei diese sich noch dadurch unbeliebt gemacht hatte, dass sie unsere Väter von ihrem Land vertrieben hatten. Und so einer stand jetzt hier in meinem Dorf und wollte bei uns wohnen. Mir fiel das Gespräch mit Rüdiger ein und die Deutung dieses Umstandes.
25.11.2009 12:44
Leif
Ampsivarier




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Schweigend musterte Leif den Rich eine ganze Weile, sagte aber nichts, zunächst zumindest. Auch sein Blick ging zu Ansger hinüber, nachdem er sich endlich von dem Chatten getrennt hatte, verharrte aber nur einen Moment. Dann kehrte er einmal mehr zu Lindhart zurück. Noch immer schwieg er, aber seine Augen sprachen mehr als Worte es gekonnt hätten.

Als Lindhart geendet hatte und eine Weile im Raum Stille geherrscht hatte, meinte er schließlich, noch ehe Ansger etwas dazu sagen konnte: "So sprich und wir werden sehen." Aber er wusste jetzt schon, dass er nicht bereit war Hlewagastiz, in welcher Art und Weise auch immer, zu opfern.

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25.11.2009 21:49 Leif ist offline E-Mail an Leif senden Homepage von Leif Beiträge von Leif suchen Nehmen Sie Leif in Ihre Freundesliste auf
Ansger
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Er hörte zu, doch was hätte er sagen sollen? Die Ampsivarier und jene die mit ihnen reisten waren nur bedingt sein Problem. Über ihre Aufnahme würde er nicht entscheiden und auch jenes Abkommen kannte er nicht. Dennoch sah er das Lindhart offensichtlich darauf wartete, dass auch er seine Meinung dazu sagte.

Er für seinen Teil hatte kein Problem mit den Ampsivariern. Zugegeben Ansger wusste nicht genau wie das bei Modorok ausgesehen hatte, doch immerhin hatte dieser ja eine von Ihnen geheiratet gehabt. So gesehen störte es ihn auch nicht, wenn hier noch ein paar Ampsivarier wohnten und Leute von anderen Stämmen... Nun er wusste nicht genau von welchem Stamm hier möglicherweise die Rede sein sollte, denn das hatte bisher keiner ausgesprochen. Doch bevor er die Frage stellen konnte, da antworte Leif schon auf Lindharts Worte und so wartete Ansger ein weiteres Mal ab, was Lindhart wohl erwiedern würde, denn offensichtlich stand etwas zwischen den beiden im Raum.
26.11.2009 12:38
Lindhart
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‚So sprich und wir werden sehen?‘ Das hatte Leif doch jetzt nicht wirklich gesagt. Vor allem wo ich grade eben noch über Dinge gesprochen hatte, bei denen ich nachtragend war. Diese Momentane Härte die in diese Gespräch gekommen war, konnte ich nicht nachvollziehen. Schließlich hatte ich noch keine Forderungen gestellt, wir hatten noch keine Verhandlungen geführt, sondern lediglich über eventuelle Unklarheiten beim Abkommen zwischen Chatten und Ampsivariern gesprochen. „Bei dem Ton, der im Augenblick in meinem Hause herrscht, ist doch wohl deutlich, dass es Klärungsbedarf gibt“, sagte ich mit ernsten Worten an Ansger.

Dann wandte ich mich wieder an Leif. „Du kannst dir sicherlich vorstellen, dass wir als Chatten, mit einem Sugambrer, der bei uns aufgenommen werden soll, einige Probleme haben. Das liegt weder ihm selbst noch an seinen Taten; es liegt an seinen Ahnen. Er gehört allerdings zu den Leuten, die Gäste in meinem Dorf sind und mehr werden wollen. Du kannst dir vorstellen, dass das bei meinen Leuten auf Unbehagen stößt und bei mir selbst auch. Aber dennoch müssen wir jetzt sehen, wie wir dieses Problem lösen und ob wir es lösen können. Denn er, und du natürlich auch, wird sich darauf einstellen müssen, dass er unter den Chatten nicht gern gesehen sein wird, unabhängig, wie gut er als Schmied arbeitet. Einen Teil habe ich schon beigetragen, in dem ich ihn die vorläufige Schmiede habe einrichten lassen, das meine Schwester sich in dieser Sache ebenfalls einbringt, habt ihr sicherlich bemerkt. Aber, von wie vielen Sugambrern reden wir. Muss ich davon ausgehen, dass ihr, wenn ihr einen unter euch habt, eventuell noch einen weiteren unter euch habt. Oder muss ich sogar fürchten, dass nicht die Römer bei uns einfallen, sondern die letzten Sugambrer?“ Mir fiel in diesem Augenblick das Gespräch mit Markwolf ein. In dieser Situation hatte ich diesen Bärtigen im Grund in Schutz genommen und auch sein Volk. Das war allerdings etwas, das jetzt hier nicht hergehörte.
26.11.2009 17:49
Ansger
unregistriert
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Gut jetzt wusste er zumindest um welches Volk es sich handelte, die Sugambrer. Nun mit denen hatte er nicht wirklich ein Problem - um ehrlich zu sein war ihm bisher aber auch noch keiner unter gekommen.

Ansger versuchte sich zu besinnen wer der Schmied bei den Ampsivariern war. Denn um jenen handelte es sich wohl. Er hatte von seinen Männern von jenem Mann gehört, war jedoch selbst noch nicht dazu gekommen ihn aufzusuchen. Die Zeit reichte ganz einfach nicht und irgendwie glaubte Ansger auch nicht, dass der Schmied von allein plötzlich vor seiner Tür stehen würden.

Aber egal, diese Überlegungen brachten Sie hier jetzt nicht weiter. Die Worte von Leif, die auf jene von Lindhart jetzt wohl folgen mussten dagegen schon. Also wartete Ansger ein weiteres Mal, dass die beiden weiter sprachen. Jenes Abkommen war definitiv etwas in das er sich nicht gedachte einzumischen.
27.11.2009 23:26
Leif
Ampsivarier




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Müde schüttelte Leif den Kopf. Wie engstirnig, wie blind. War er auch so? War sein Vater so gewesen? Würde er einmal so sein? Das Ganze hier ermüdete ihn und kotzte ihn an.Es kam ihm vor wie eine Scharade. Dennoch nahm er sich zusammen und sah Lindhart mit einem Blick an, der ganz klar machte, dass dieser zwar Gastgeber war und er durchaus das Gastrecht zu achten wusste, aber in diesem Standpunkt nicht einmal zurückweichen würde. Keinen Zentimeter. Ernst, fast schon kalt, dennoch nur für ein sehr geübtes Ohr, welches ihn lange kannte so zu hören, erwiderte er: "So lange wir nicht auf dem Grund und Boden der Ampisvarier sind und frei von den Einflüssen anderer Stämme, nehmen wir niemanden auf, denn das Gastrecht kann nur von jenem ausgesprochen werden, der auch das Recht dazu hat." Meine Güte, darauf hätte der chattische Rich wohl auch selber kommen können. Was für eine idiotische, engstirnige Diskussion. War er blind? War er so verkappt? Traute er seiner eigenen Macht nicht? Sein Blick hielt Lindharts Blick fest und wenn dieser sehr tief sah, konnte er durchaus sehen, dass eine gewisse Geringschätzung darin lag. Allerdings musste er dafür verflixt tief schauen. Letztlich fügte er an: "Hlewagastiz ist der Einzige Sugambrer." Aber er verkniff sich gerade noch eine gemeine Frage nach den anderen Stammenangehörigen bei den Chatten. Er war sich ziemlich sicher, dass hier auch noch andere ausser sie drei waren, aber er behielt es für sich, schwieg nun und wartete darauf, dass diese Scharade endlich zu Ende war. Zum ersten Mal bedauerte er es nicht gleich nach Britannien mit seinen Leuten gegangen zu sein. Es wäre besser gewesen.

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30.11.2009 13:13 Leif ist offline E-Mail an Leif senden Homepage von Leif Beiträge von Leif suchen Nehmen Sie Leif in Ihre Freundesliste auf
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